





Der Zug leert sich, die Tür öffnet, kühle Luft. Zwei Straßen später raschelt schon der Wald. Das Rad summt über Schotter, das Klicken im Takt beruhigt. Am Hügel wechsle ich Schuhe, verstecke das Rad nicht, sondern sichere es sichtbar. Der Pfad führt zu sandigen Lichtungen, die Sonne wandert. Zurück am Schloss lacht die Kette metallisch, als wolle sie weiter. Ein Kaffee an der Station, ein freundlicher Gruß, und der Tag fühlt sich größer an als geplant.
Die ersten Tropfen trommeln, der Himmel wischt Farben aus. Auf glattem Kies läuft es vorsichtig, doch die Isar gluckst ruhig. Ein Paar mit Hund nickt, wir teilen ein Lächeln unter Kapuzen. Der Rückweg über breite Forstwege schenkt Sicherheit, das Rad sprüht Funken aus Pfützenkronen. Im Zug riechen Handschuhe nach Wald, doch die Wärme breitet sich in den Schultern aus. Ein Butterbrezn, ein Sitzplatz, und plötzlich ist Regen nicht lästig, sondern Teil des Abenteuers.
Späte Sonne färbt den Sand orange. Auf und ab, weich, dann wieder knorrige Wurzeln. Ich achte auf Atem, auf Tritt, auf diesen leisen Raum im Kopf. Zurück am Rad schnalle ich Licht an, der Weg zur Station wird ein leuchtender Faden. Ein kurzer Sprint, die Türen piepen. Drinnen nickt jemand zustimmend, als wolle er sagen: gut gemacht. Hinter den Fenstern zieht der Wald wie ein Film vorbei, und ich nehme mir vor, bald wiederzukommen.